Fachpraxis für Lymphdrainage und Massage - Marco Grunke
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Gesundheitsnews





Rückengesundes Homeoffice: So geht's!
Rückengesundes Homeoffice: So geht's!


Rückengesundes Homeoffice: So geht's!

Das derzeit grassierende Coronavirus zwingt viele Büroarbeitenden dazu, sich für unbestimmte Zeit ins Homeoffice zu begeben, mit dem Ziel, die Ansteckungszahlen so gering wie möglich zu halten. Das ist einerseits gut für die Gesundheit, andererseits kann es für den Rücken problematisch werden. Während viele Arbeitgeber ihre Büroräume mit ergonomischem Mobiliar ausgestattet haben, sucht man rückenschonende Tische und Stühle bei vielen Arbeitnehmern zuhause vergeblich. Für all diejenigen, die plötzlich von zuhause arbeiten und keine Gelegenheit hatten, den Arbeitsplatz rückengerecht einzurichten, hat die Aktion Gesunder Rücken (AGR) e. V. einige Tipps gesammelt, um das Arbeiten in den eigenen vier Wänden auch für eine längere Zeit so rückenfreundlich wie möglich zu gestalten.

Plötzlich Homeoffice - mit dieser Situation sehen sich aktuell viele Mitarbeiter erstmals konfrontiert. Schnell wird jetzt ein provisorischer Arbeitsplatz für die nächsten Wochen errichtet. Wer nicht über einen eigenen Schreibtisch verfügt, arbeitet ersatzweise am Küchen- oder Wohnzimmertisch, auf harten Holzstühlen, eventuell sogar im Bett oder auf dem Sofa in unvorteilhafter Haltung. Für unseren Rücken ist das Gift. Doch wie kann ich das Homeoffice auch ohne neues Mobiliar rückengerecht gestalten?

Gesunder Rücken im Homeoffice

Einer der Hauptgründe für Rückenschmerzen ist fehlende Bewegung. In Zeiten sozialer Isolation, in denen geraten wird, nur so wenig wie möglich das Haus zu verlassen, ist dies jedoch nur begrenzt möglich. Trotzdem kann es mit ein paar Tricks gelingen. Wer die Möglichkeit hat, sollte einen Schreibtisch und Bürostuhl nutzen. Für die korrekte Einstellung gelten hier natürlich die gleichen Vorgaben wie im Büro. Alles Wissenswerte hierzu finden Sie unter www.agr-ev.de/buerostuehle.

7 Tipps für ein gesundes Homeoffice

In vielen Fällen müssen jetzt doch Esszimmer- und Küchenmöbel als Heimarbeitsplatz herhalten, was auf Dauer sehr belastend sein kann. Umso wichtiger ist es gerade jetzt, den Arbeitsplatz so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten, um einseitigen Belastungen vorzubeugen. Einige Tipps, die ohnehin für das Büro gelten, sollte man durchaus auch für das Homeoffice übernehmen.

1) Sorgen Sie für eine ausreichende Beleuchtung am Arbeitsplatz. So können Sie die zu bearbeitenden Dokumente gut lesen, müssen die Augen nicht zu sehr anstrengen und beugen sich nicht zu weit nach vorn.

2) Sitzen Sie möglichst dynamisch. Anstatt einer starren Haltung ist es empfehlenswert, öfter mal die Sitzposition zu wechseln.

3) Platzieren Sie Ihren Laptop idealerweise so, dass sich nicht direkt vor oder hinter Ihnen Fenster befinden. Ansonsten kann dies zu unerwünschten Blendungen führen. Am besten befindet sich das Fenster seitlich zum Monitor.

4) Nehmen Sie sich vor, im Homeoffice nur im Stehen oder Gehen zu telefonieren. Das sorgt ganz unbewusst für spontane Haltungswechsel.

5) Machen Sie regelmäßig Pausen, stehen Sie vom Arbeitsplatz auf, strecken Sie die Beine durch, dehnen Sie sich und gehen Sie ein paar Schritte - zum Beispiel in die Küche zum Kaffee kochen oder für einen kleinen Snack zwischendurch.

6) Schauen Sie, ob der Esszimmertisch wirklich der einzige Platz ist, an dem Sie arbeiten können. Manche Leute verfügen vielleicht über einen Bistrostehtisch im Garten, den man ins Haus holen kann bzw. über moderne Küchen mit höher gelegenen Arbeitsflächen oder einem Tresen. An ihnen kann man zeitweise auch mal gut im Stehen arbeiten.

7) Wechseln Sie ab und zu den Arbeitsplatz. Auch wenn Sofa, Bett und Esstisch keine Dauerlösung sind - sich für ein paar Minuten mal woanders zu platzieren, lockert auf, schont den Rücken und ist nicht verboten. Wichtig: Nicht dauerhaft in einer Position verharren und immer wieder die Haltung wechseln. Im Zeitalter von WLAN und Mobiltelefonen kann man so viel Abwechslung in das Homeoffice bringen.

Da wir in der derzeitigen Situation in unserem Bewegungsfreiraum sehr eingeschränkt sind, sollten wir darauf achten, dass dies nicht auch für die Bewegung selbst gilt. Über den Tag verteilt immer mal wieder eine kleine Bewegungsübung einzustreuen hält fit und macht das Homeoffice viel erträglicher. Kleine Übungen sowie diese Tipps zum Nachlesen haben wir für Sie unter www.agr-ev.de/homeoffice zusammengestellt, damit Sie hoffentlich bald fit und gesund an Ihren gewohnten Arbeitsplatz zurückkehren können.


Therapieberufe brauchen öffentliche Unterstützung
Therapieberufe brauchen öffentliche Unterstützung


Ohne Rettungsschirm bleibt die Patientenversorgung auf der Strecke. Das kann keiner wollen!

Mit dem Kabinettsbeschluss von gestern hat das Gesetzgebungsverfahren zum COVID-19-Gesetz der Bundesregierung begonnen. Darin regelt der Gesetzgeber die finanzielle Unterstützung für Krankenhäuser und Ärzte. Das ist wichtig, reicht aber längst nicht aus, um die medizinische Versorgung in Deutschland nur ansatzweise krisenfest zu machen.

Der Spitzenverband der Heilmittelverbände (SHV) hat der Politik konkrete Vorschläge zur sofortigen Erweiterung des Gesetzentwurfs geliefert: alle Heilmittelerbringer wie Physio- und Ergotherapeuten, Logopäden sowie Podologen sind betroffen. Denn: Zum Erhalt der ambulanten Versorgungsstrukturen braucht es jetzt Rückendeckung durch die Politik. Nur mithilfe von angemessenen Ausgleichszahlungen lässt sich der Fortbestand der ambulanten therapeutischen Versorgung erhalten. Kommt der Rettungsschirm jetzt nicht, stehen die Heilmittelpraxen vor dem Aus. Die Folge: eine massive therapeutische Unterversorgung. Besonders betroffen sind Schmerzpatienten, Patienten mit neurologischen Erkrankungen, nach Operationen oder nach Krebsdiagnosen, um nur einige Beispiele für Patienten zu nennen, die auf ein wohnortnahes und flächendeckendes Therapieangebot angewiesen sind.

Zum Hintergrund: Wie Krankenhäuser und Ärzte leiden auch die Therapeuten im Heilmittelbereich unter massiven Umsatzeinbrüchen, die im Ausfall von Patienten infolge der COVID-19- Pandemie begründet sind. Hier muss gegengesteuert werden, sonst bricht die flächendeckende Versorgung mit Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und auch Podologie in kürzester Zeit weg.

Am Mittwoch beraten die Ausschüsse des Deutschen Bundestages über das COVID-19-Gesetz. Bis dahin muss jedem Politiker klar sein, was für die Bevölkerung auf dem Spiel steht. Denn schon morgen kann jeder auf die therapeutische Versorgung selbst angewiesen sein.


Deutliche Mehrheit der bayerischen Physiotherapeuten befürwortet Berufskammer
Deutliche Mehrheit der bayerischen Physiotherapeuten befürwortet Berufskammer


Deutliche Mehrheit der bayerischen Physiotherapeuten befürwortet Berufskammer

Die Mehrheit der bayerischen Physiotherapeuten steht hinter der Idee einer Physiotherapeutenkammer. Das ergibt die aktuelle Auswertung des Kammer-O-Maten. Der Kammer-O-Mat wurde im vergangenen Jahr von PHYSIO-DEUTSCHLAND, dem größten deutschen Berufsverband für Physiotherapeuten, ins Leben gerufen. Ähnlich wie beim Wahl-O-Mat kann jeder, unabhängig von einer Mitgliedschaft im Berufsverband, unter der Internetadresse www.physiotherapeutenkammer.de mit dem Kammer-O-Maten seine eigenen Ansichten und Argumente zum Thema Physiotherapeutenkammer überprüfen. Abgefragt wird beispielsweise, in wessen Händen künftig die Weiterentwicklung des Berufs liegen, wer die Interessen der Berufsangehörigen gegenüber Politik und Gesellschaft vertreten oder wer die Interessensvertretung finanzieren soll. Gefragt wird auch nach einem aussagekräftigen Beruferegister und nach der Verantwortung für die Qualität der Aus- und Weiterbildungen. Die aktuelle Auswertung des Tools ist eindeutig: 85% der bayerischen Physiotherapeuten stehen hinter den Thesen, die eine Physiotherapeutenkammer vertreten würde. Die Auswertung auf Bundesebene zeigt ähnliche Tendenzen, die Zustimmungsquote liegt hier bei über 60 %.

Damit sieht sich Rüdiger von Esebeck, Vorstandsmitglied von PHYSIO-DEUTSCHLAND, LV Bayern, in seiner Arbeit bestätigt. Der Verband spricht sich seit etlichen Jahren für die Gründung einer Kammer aus, ähnlich wie das bereits bei anderen Vertretern der Gesundheitsberufe wie Ärzten, Apothekern oder Psychologen seit vielen Jahren der Fall ist. Auch Pflegekräfte sind in diversen Bundesländern bereits in Kammern organisiert. Das Modell der „Vereinigung der bayerischen Pflegenden“, das 2017 in Bayern für diesen Berufsstand als moderneres und innovativeres Modell etabliert werden sollte, hat sich mangels Zuspruch durch die Pflegenden nicht bewährt. “Von einer Einrichtung einer Kammer für Physiotherapeuten versprechen wir uns vor allem mehr Selbstbestimmung sowie ein demokratischeres Abbild dessen, was die Berufsangehörigen tatsächlich wollen“, sagt von Esebeck.

Aktuell sind es praktisch nur die Berufsverbände, die überhaupt auf die Gesundheitspolitik Einfluss nehmen können. Und dieser Einfluss ist begrenzt: durch die Gesetzeslage, die Berufsverbänden in der Regel maximal Anhörungsrechte einräumt, sowie durch die Tatsache, dass überhaupt nur ca. 40 % aller Berufsangehörigen in einem Berufsverband organisiert sind. „Eine Kammer hat beispielsweise in vielen Belangen Mitspracherecht. Damit sind politische Entscheidungen über unsere Köpfe hinweg, wie wir sie leider oft erleben müssen, nicht mehr möglich. Außerdem sind in einer Kammer alle Berufsangehörigen vertreten – alle Berufsangehörigen haben Recht und Stimme und entscheiden gemeinsam und demokratisch.“

Um mit möglichst vielen Berufsangehörigen offen über das für und wider einer Kammer zu diskutieren, hat der Verband eine bayernweite Veranstaltungsserie ins Leben gerufen. Der nächste Termin ist am 27.05.2020 in Rosenheim, alle interessierten Physiotherapeuten sind herzlich eingeladen.