Fachpraxis für Lymphdrainage und Massage - Marco Grunke
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Gesundheitsnews





Forschungsprojekt AVATAR: Spiegelbild fürs Sprechen
Forschungsprojekt AVATAR: Spiegelbild fürs Sprechen


Die Mitglieder des Forschungsprojektes AVATAR.

Die Therapie kindlicher Artikulationsstörungen – wie etwa Lispeln –
fordert von Kindern und Eltern auch ein intensives Üben zu Hause. Das neue Forschungsprojekt „AVATAR“ entwickelt zur Unterstützung einen „Logopädie-Assistenten“.

Fünf Akteure aus Wissenschaft und IT-Industrie bilden die Forschungsgruppe AVATAR: Fachhochschule Dortmund, Ruhr-Universität Bochum, Hochschule für Gesundheit in Bochum, Phoenix Software GmbH und PuckPresse GmbH Köln. Die Forscherinnen und Forscher entwickeln gemeinsam eine motivierende Lernumgebung in Form eines technischen Assistenzsystems. Zielgruppe für den Logopädie-Assistenten sind in erster Linie Kinder zwischen 4 und 6 Jahren.

App als Therapieunterstützung

Unter der Leitung von Prof. Dr. Jörg Thiem, Fachbereich Informationstechnik der Fachhochschule Dortmund, wird das Konsortium spielerische Therapieübungen als App für mobile Endgeräte, wie Smartphone, Tablet oder Laptop entwickeln. „Das häusliche Training ist, neben der Therapie beim Sprachtherapeuten, der entscheidende Faktor für das erfolgreiche Lernen“, erklärt Thiem. „Genau da setzt die Innovation an. Wir schaffen ein kindgerechtes Werkzeug, mit dem sich die Sprechübungen erheblich verbessern lassen“. Das erhoffte Forschungsziel ist eine Steigerung der Therapiequalität und eine Verkürzung der Therapiezeit.

Die drei Hochschulen bündeln ihre Kompetenzen für das gemeinsame Ziel: Um die individuellen Sprach- und Sprechdefizite bei Kindern zu erkennen, wird neben den Mikrofonsignalen, die durch Prof. Dr. Dorothea Kolossa von der Ruhr-Universität analysiert werden, auch die Mundbewegung im kindlichen Gesicht über Kameras analysiert – der Schwerpunkt von Prof. Dr. Jörg Thiem. Die Hochschule für Gesundheit bringt mit Prof. Dr. Kerstin Bilda das logopädische Fachwissen und die Expertise für die Entwicklung von Technologien für Menschen mit Hör-, Sprech- und Spracheinschränkungen ein.
Mit der Firma Phoenix Software GmbH ist ein Partner an Bord, der die notwendige Erfahrung und den Marktzugang für die Umsetzung der angestrebten Softwarelösung hat. Die PuckPresse GmbH realisiert die zielgruppenorientierte und aktivierende Gestaltung der Software.

Aussprachefehler klassifizieren

Auf den Punkt gebracht besteht das Projekt aus audio-visueller Spracherkennung, Sprechübungen und einem Avatar als persönlichem Helfer. Aus dem aufgenommenen Audio- und Videosignal werden markante Merkmale mit einer speziellen Software für Signalverarbeitung gewonnen. Das System fusioniert dann die Audio- und Videosignale mittels künstlicher neuronaler Netze, um Aussprachefehler klassifizieren zu können.

Der Avatar erkennt automatisch, wie das Kind die Laute bildet und unterstützt kindgerecht die Bildung korrekter Laute. Prof. Thiem: „Ziel ist es nicht, erzieherisch auf die Fehler aufmerksam zu machen, sondern durch den Avatar und durch sein audiovisuelles Feedback die Wahrnehmung des Kindes zu fördern.“

Feedback aus der Praxis

Die beteiligten Logopädinnen und Logopäden können die Fortschritte des Kindes mitverfolgen und die häuslichen Therapieübungen in der App entsprechend ausrichten. Im Laufe des Projektes wird der noch zu entwickelnde Algorithmus mit neuen Datensätzen trainiert und verbessert. „Wir wollen die Parameter so einstellen, dass der Algorithmus die individuellen Abweichungen in der Aussprache möglichst fehlerfrei erkennen kann.“ In die Entwicklung fließt das Feedback der logopädischen Expertinnen und Experten der Hochschule für Gesundheit und ausgewählter logopädischer Praxen ein.

Das Verbundprojekt AVATAR wird mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) in Höhe von insgesamt 2,3 Mio. Euro gefördert.


Wenn die Nerven verrücktspielen
Wenn die Nerven verrücktspielen


Sport hilft, Nebenwirkungen der Chemotherapie zu reduzieren

Köln (ots) - Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln untersuchen, wie Krebsbetroffene durch gezieltes Bewegungstraining aktiv auf ihr Wohlbefinden einwirken und der sogenannten Chemotherapie-induzierten peripheren Polyneuropathie (CIPN) vorbeugen können. Die CIPN ist eine der medizinisch bedeutsamsten therapiebegleitenden Nebenwirkungen. Sie führt zu Taubheitsgefühl, Gleichgewichtsstörungen und Schmerzen. Etwa die Hälfte aller Leukämie-, Lymphom-, Brust- und Darmkrebs-Patienten ist davon betroffen. Die Studie wird von der Deutschen Krebshilfe mit 369.000 Euro für drei Jahre gefördert.

Krebspatienten mit einer CIPN leiden unter sensorischen und motorischen Symptomen, wie tauben, kraftlosen Händen und Beinen, die Alltagstätigkeiten erschweren und zu einem Verlust der Autonomie führen. Diese Einschränkungen können so ausgeprägt sein, dass die Chemotherapie abgebrochen werden muss.

Derzeit gibt es noch kein effektives Konzept zur Prävention beziehungsweise Behandlung der CIPN. Jedoch scheint die Sporttherapie ein vielversprechender Ansatz zu sein. Diese Annahme unterstützen zumindest die Vorarbeiten der Forschergruppe um Dr. Fiona Streckmann, Abteilung Molekulare und zelluläre Sportmedizin von der Deutschen Sporthochschule Köln. "Unser Ziel ist es, durch gezieltes Training zu verhindern, dass sich eine CIPN entwickelt oder diese zumindest verzögert auftritt. Eine Steigerung der Lebensqualität und eine optimierte Krebstherapie wären die Folge", erklärt Streckmann.

Mit Sporttherapie zu mehr Lebensqualität

Die Studie von Streckmann umfasst 236 Patienten, die eine Chemotherapie erhalten. Die Probanden werden per Zufallsprinzip in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Bis auf eine Kontrollgruppe erhalten alle Studienteilnehmer zusätzlich zur konventionellen Therapie ein spezielles Bewegungstraining, das Muskeln und Sehnen stärkt. Dabei wird eine Teilnehmergruppe in ihren sensomotorischen Fähigkeiten trainiert: Sie üben sicheren Stand - zunächst auf festem Boden, der immer weicher wird, bis hin zu wackeligen Flächen, auf denen die Teilnehmer einbeinig stehen. Eine andere Gruppe bekommt ein spezielles Training, bei dem die Teilnehmer auf vibrierenden Platten stehen.

Um genau festzustellen, ob und wann sich eine CIPN entwickelt, werden engmaschige Messungen bei den Patienten durchgeführt - vor, während und nach der Chemotherapie. Die Kölner Forschergruppe erhofft sich neue und wichtige Erkenntnisse zum gesundheitsfördernden Effekt der Bewegungsinterventionen auf die chemo-induzierte Nervenschädigung. Ihre Therapieziele: Verhinderung einer CIPN und deren sensorischer Symptome, verringerte funktionelle Einschränkungen, eine verfeinerte Balance, Tiefensensibilität und ein verringertes Auftreten weiterer Nebenwirkungen bei Krebstherapien. "Wird dieser Effekt belegt, beeinflusst dies nicht nur die Lebensqualität der Patienten - zudem wäre es von höchster klinischer Relevanz, da es die Begleittherapie in der Onkologie verbessern würde", so Streckmann.

Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Deutsche Krebshilfe, Gerd Nettekoven, zur finanzierten Studie: "Innovative Forschungsprojekte zu fördern, die ein hohes Potenzial besitzen, deren Erkenntnisse schnell in den klinischen Alltag zu integrieren, ist ein Kernanliegen der Deutschen Krebshilfe."


Frauen häufiger in physiotherapeutischer Behandlung als Männer
Frauen häufiger in physiotherapeutischer Behandlung als Männer


Heilmittelbericht 2017

Berlin (ots) - Rund 4,5 Millionen AOK-Versicherte haben 2016 eine Physiotherapie erhalten. Dabei liegt die Behandlungsrate der Frauen deutlich über der der Männer: 21,4 Prozent der AOK-versicherten Frauen nutzten eine Physiotherapie, aber nur 13,4 Prozent der Männer, wie der aktuelle Heilmittelbericht 2017 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zeigt. "Frauen haben zwar objektiv eine höhere Lebenserwartung als Männer, sie schätzen ihren Gesundheitszustand aber subjektiv schlechter ein, gehen häufiger zum Arzt und nehmen auch Physiotherapien entsprechend öfter in Anspruch, und zwar über alle Altersgruppen hinweg", sagt Helmut Schröder, stellvertretender Geschäftsführer des WIdO.

GKV-weit haben die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte im vergangenen Jahr 44 Millionen Verordnungen für Heilmitteltherapien ausgestellt, davon 15,8 Millionen an AOK-Versicherte. Von den 5,06 Millionen AOK-Versicherten, die 2016 eine Heilmitteltherapie verordnet bekamen, wurden gut 88 Prozent mit einer Physiotherapie behandelt. Das sind 17,5 Prozent der AOK-Versicherten. Sprachtherapie (6 Prozent), Ergotherapie (6,6 Prozent) oder podologische Behandlung (7,4 Prozent) konzentrieren sich sehr stark auf wenige Altersgruppen und haben damit einen geringeren Verbreitungsgrad, wenn alle Versicherten betrachtet werden.

Nicht ganz zwei Drittel der AOK-Heilmittelpatienten mit Physiotherapie waren weiblich (63 Prozent). In diesem Bereich zeigt sich der deutlichste Unterschied zwischen den Geschlechtern in der Gruppe der 50- bis 54-Jährigen: Während 28,6 Prozent der Frauen physiotherapeutisch versorgt wurden, waren es bei den Männern nur 17 Prozent.

"Für die zwischen den Geschlechtern unterschiedliche Inanspruchnahme von Heilmitteltherapien spielen unter anderem biologische Faktoren, unterschiedliche Gesundheitskonzepte und Unterschiede im Gesundheitsverhalten von Männern und Frauen eine Rolle. Aber auch psychosoziale Einflussfaktoren sowie geschlechtsspezifische Lebenslagen können mit dafür verantwortlich gemacht werden", so Helmut Schröder.

Die mit großem Abstand häufigste Diagnose bei einer physiotherapeutischen Verordnung waren 2016 unspezifische Rückenschmerzen. Bei fast jedem dritten physiotherapeutischen Patienten (31,5 Prozent) waren sie der Anlass für eine Behandlung. Dazu kommen weitere 7,8 Prozent der Physiotherapiepatienten mit der Diagnose "Sonstige Krankheiten der Wirbelsäule". Behandelt wird im Rahmen der Physiotherapie am häufigsten mit Krankengymnastik sowie Manueller Therapie.

Für den Heilmittelbericht 2017 hat das Wissenschaftliche Institut der AOK (WIdO) die über 37,4 Millionen Heilmittelrezepte analysiert, die im Jahr 2016 für die rund 71,4 Millionen GKV-Versicherten ausgestellt wurden.